Reserl Sem | MdL
 
   
Anträge / Initiativen
Drucksachennummer: 17/18580

16.10.2017

Antrag der Abgeordneten
Unterländer Joachim, Heckner Ingrid, Brendel-Fischer Gudrun, Dettenhöfer Petra, Dr. Eiling-Hütig Ute, Gerlach Judith, Guttenberger Petra, Haderthauer Christine, Hölzl Florian, Dr. Hopp Gerhard, Huber Thomas, Imhof Hermann, Kaniber Michaela, Dr. Reichhart Hans, Schorer Angelika, Schorer-Dremel Tanja, Schreyer Kerstin, Sem Reserl, Stamm Barbara, Stierstorfer Sylvia, Trautner Carolina, Vogel Steffen, Wittmann Mechthilde



Unterländer Joachim

CSU

Für eine familiengerechte Arbeitswelt in Bayern


Der Landtag begrüßt das Engagement der Bayerischen Staatsregierung für eine familienfreundlichere Arbeitswelt in Bayern. Trotz der massiven Anstrengungen und Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung ist jedoch nur ein Viertel der bayerischen Eltern der Auffassung, dass sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt verbessert hat.

Die Staatsregierung wird daher aufgefordert,
1. den Familienpakt weiterzuführen und zu verstetigen. Dieser bildet eine Grundlage für die familienfreundliche Arbeitswelt in Bayern.
2. einen Fokus auf die Väter in der Arbeitswelt zu legen. Nur wenn es für beide Elternteile gleich angesehen ist, eine familienbedingte Auszeit zu nehmen, kann eine familiengerechte Arbeitswelt funktionieren.
3. regionale Bündnisse, Arbeitgeber und Gewerkschaften bei der Vernetzung von Best-Practice-Beispielen zu unterstützen.
4. sich bei den zuständigen Kommunen für eine bessere Abdeckung der sogenannten Randzeiten in der Kinderbetreuung einzusetzen.
5. zu prüfen, ob man eine einheitliche Anlaufstelle für betriebliche Kinderbetreuungsangebote einrichten kann.
6. die Teilzeitausbildung weiter zu fördern und die zuständigen Servicestellen zu unterstützen.
7. zu prüfen, wie der Ansatz der Teilzeitausbildung in den öffentlichen Dienst überführt werden kann.
8. die Familienorientierung in den Kindertagesstätten zu fördern.
9. die Vorbildfunktion, die der Freistaat Bayern als familienfreundlicher Arbeitsgeber einnimmt, weiter zu verbessern.




Bayern ist Familienland Nr. 1. Die Stärkung unserer Familien ist eines der wichtigsten Ziele der bayerischen Sozialpolitik. Dass bedeutet auch, in Bayern den Weg für eine familiengerechte Arbeitswelt konsequent weiterzugehen. Trotz des massiven Ausbaus der Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und Horte ist laut des Familienreports 2014 jedoch nur ein Viertel der bayerischen Eltern der Auffassung, dass sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt verbessert habe. Über ein Drittel vertritt sogar den Standpunkt, dass sich die Vereinbarkeit nicht verbessert habe. Das muss sich ändern: Wer in Bayern beschäftigt ist, soll sich darauf verlassen können, dass familiäre Verantwortung honoriert und ihre Übernahme unterstützt wird.

Daher ist es auch wichtig, bei weiteren Konzepten die Väter in den Fokus zu nehmen. Nur wenn es für Väter und Mütter gleichermaßen normal ist, familiäre Verantwortung zu nehmen, kann es zu einer wirklichen Normalität in unserer Arbeitswelt werden. Der Freistaat Bayern als größter Arbeitgeber Bayerns geht dabei bereits jetzt mit gutem Beispiel voran. Dieses Profil als familienfreundlicher Arbeitgeber gilt es, weiter zu schärfen.


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